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Mitarbeitergewinnung – die wichtigsten (Online-)Jobbörsen

Aktualisiert am 11. Juni 2019
Das Wichtigste in Kürze

● Demografischer Wandel und Fachkräftemangel gehören heute zu den größten Herausforderungen für Unternehmen
● Die richtigen Kandidaten zu erreichen und für eine Bewerbung zu motivieren, kann für Unternehmen erfolgs- und wettbewerbsentscheidend sein
● Online-Jobbörsen sind ein klassisches Instrument für die Mitarbeitergewinnung
● Moderne Plattformen ermöglichen nicht nur die Publikation von Stellenanzeigen, sondern den direkten Kontakt und interaktive Kommunikation mit geeigneten Bewerbern
● Der aktuelle Trend der Online-Jobbörsen geht zu einem integrierten Bewerbungsmanagement

Die nächsten Schritte

● Idealerweise verschiedene Digitalkanäle für die Mitarbeitergewinnung nutzen   
● Multichannel-Recruiting auf klassischen Jobbörsen, durch Meta-Suchmaschinen und in Social-Media-Kanälen 
● Im Unternehmen digitale Tools für das Bewerbermanagement etablieren

Die besten Mitarbeiter zu finden ist für Unternehmen erfolgsentscheidend

Mitarbeitergewinnung ist in so gut wie allen Unternehmen ein heißes Thema. Innerhalb weniger Jahre hat sich der Arbeitsmarkt vom Arbeitgebermarkt zu einem Bewerbermarkt entwickelt, in dem qualifizierte Kandidaten oft die Auswahl zwischen mehreren attraktiven Angeboten haben. In einer Studie des Staufenbiel-Instituts gaben mehr als die Hälfte der befragten Personalmanager an, dass sie den Fachkräftemangel bereits heute spüren und oft lange brauchen, um offene Stellen zu besetzen. Knapp 60 Prozent von ihnen meinten, dass sich der Mangel Fachkräften in den nächsten fünf Jahren weiter ausprägt. Für die Unternehmen ergeben sich daraus große Herausforderungen: Nachhaltiger Erfolg und Zukunftsfähigkeit hängen unter anderem davon ab, ob es ihnen gelingt, geeignete Bewerber für ihre Stellenangebote zu interessieren.

Wo Unternehmen Mitarbeiter finden

Für ihr Recruiting nutzen die meisten Firmen unterschiedliche Kanäle. Die traditionellen Stellenanzeigen haben dabei entgegen zahlreicher Prognosen durchaus nicht ausgedient. Allerdings erscheinen sie heute nicht mehr vorrangig in der Tageszeitung, sondern vor allem online. In der Staufenbiel-Studie gaben 47 Prozent der Befragten an, dass sie regelmäßig Online-Stellenanzeigen schalten. Alle anderen Recruiting-Kanäle nutzen die Unternehmen dagegen vergleichsweise selten. An zweiter Stelle nannten die Studienteilnehmer Karriere-Events- und Karriere-Messen, die mit nur 14 Prozent aktiver Nutzer allerdings weit abgeschlagen waren.

Hinweis

Die steuerliche Belastung kann gerade bei Neugründungen die Ertragslage des Unternehmens stark belasten. Empfehlenswert ist daher, von vornherein Rücklagen zu bilden, um diese Belastung abzufangen. 

Online-Jobbörsen – für die Mitarbeitergewinnung unverzichtbar  

Für eine effiziente Mitarbeitersuche sind Online-Jobbörsen somit derzeit das wichtigste Instrument in den Unternehmen. In Deutschland gibt es derzeit über 1.000 entsprechende Portale. Neben großen, überregionalen und zum Teil international aktiven Anbietern sind für viele Firmen auch Nischenbörsen interessant, in denen sie sich ausgewählten und für sie wichtigen Bewerbergruppen sehr zielgerichtet präsentieren können. Online-Stellenbörsen sind das wichtigste Medium, auf denen Unternehmen ihre Stellenanzeigen publizieren. Auch eine aktive Kontaktaufnahme zu geeigneten Kandidaten ist auf den Portalen in der Regel möglich. Die Veröffentlichung von Stellenanzeigen in Online-Jobbörsen ist für Unternehmen kostenpflichtig. Ausnahmen sind Job-Suchmaschinen wie Google Jobs, Indeed oder Kimeta, deren Geschäftsmodell darauf beruht, Stellenanzeigen auf anderen Portalen und den Karriereseiten der Unternehmen auszuwerten. Dieser Service ist auch für Firmen kostenlos.

Die wichtigsten Online-Jobbörsen im Überblick

Die Jobbörse der Arbeitsagentur bringt Arbeitgeber und Jobsuchende, die bei der Agentur gemeldet sind, miteinander in Kontakt. Unternehmen können hier Stellenanzeigen veröffentlichen oder aktiv nach Bewerbern suchen. Die Jobbörse der Arbeitsagentur ist sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber kostenlos. 

Weitere Meta-Suchmaschinen für Jobsuchende sind die Portale Indeed und Kimeta. Ebenso wie Google Jobs bündeln sie Stellenausschreibungen und Stellengesuche, die in anderen Medien erschienen sind. Den Nutzern dieser Börsen stehen differenzierte Suchfunktionen zur Verfügung. Vor allem Indeed eignet sich hervorragend für eine internationale Mitarbeitersuche. Laut eigener Angabe ist Indeed das weltweit größte Jobportal, mit monatlich mehr als 250 Millionen Besuchern weltweit. Die Jobsuchmaschine Kimeta hat derzeit ca. 2,5 Millionen Stellenanzeigen online vorzuweisen.

Zu den wichtigsten klassischen Online-Stellenbörsen gehören Monster, StepStone und Staufenbiel. Unternehmen veröffentlichen ihre Stellenanzeigen hier kostenpflichtig. Die Online-Jobbörsen Monster und StepStone sind bereits seit 1994 bzw. 1996 auf dem Markt präsent. Damit gehören sie zu den Urgesteinen für die digitale Stellen- und Mitarbeitersuche. Monster ist stark generalistisch ausgerichtet und – ursprünglich in den USA gegründet – heute global aktiv. StepStone und Staufenbiel sind überwiegend im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) aktiv. StepStone hat sich auf Karriereangebote für Hochschulabsolventen sowie berufserfahrene Fach- und Führungskräfte spezialisiert. Die Bewerberzielgruppen von Staufenbiel sind vor allem Hochschulabsolventen und Young Professionals.

Truffls ist eine mobile App für die Bewerbersuche. Firmen erstellen in der App ein Unternehmensprofil. Stellenausschreibungen können sie direkt auf der Plattform publizieren oder durch einen Link zu ihrer Karrierewebseite integrieren. Die personalisierte Matching-Funktion von Truffl gleicht die Daten der Unternehmen und Bewerber miteinander ab. Firmen können daher mit maßgeschneiderten Bewerbungen für offene Stellen rechnen. Außerdem enthält die App diverse Anwendungen für ein aktives Bewerbungsmanagement. Auch eine direkte Ansprache geeigneter Kandidaten ist mit Truffls möglich. Truffls versteht sich als Online-Stellenbörse für die Digital Natives und bietet dieser Zielgruppe die Möglichkeit zu einer volldigitalisierten und mobilen Stellensuche an. 

Mitarbeitergewinnung über Social Media

Social-Media-Portale spielen für die Mitarbeitergewinnung eine immer größere Rolle. Sie ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen Arbeitgebern und Bewerbern. Unternehmen haben hier die Möglichkeit, ein ausführliches Unternehmensprofil einzustellen und geeignete Bewerber aktiv anzusprechen. Kontakte stellen sich außerdem in Foren und Themengruppen her. 
Zudem sind die Portale mit Matching-Funktionen ausgestattet: Wenn eine Firma ein konkretes Stellenprofil veröffentlicht, wird es potenziellen Bewerbern angezeigt, die zu den Suchkriterien des Unternehmens passen. Die wichtigste Social-Media-Plattform für die Mitarbeitergewinnung im deutschsprachigen Raum ist bisher Xing. Das Portal LinkedIn funktioniert nach einem vergleichbaren Prinzip, konzentrierte sich jedoch lange auf den internationalen Arbeitsmarkt. Inzwischen gewinnt LinkedIn jedoch auch hierzulande in immer größerem Umfang neue Nutzer.

Neue Ideen für das Recruiting

Inzwischen setzen sich für die Mitarbeitergewinnung neue Ideen und Konzepte durch, die auf die Digitalisierung aller Prozesse zielen, die für ein effizientes Recruiting wichtig sind. Bewerbermanagement-Tools wie Recruitee.com nutzen dafür leistungsstarke Software aus der Cloud. Die Module von Recruitee.com unterstützen die Mitarbeitersuche ebenso wie aktives Employer Branding. Die Suchfunktion der Plattform identifiziert potenzielle Kandidaten auf allen relevanten Portalen sowie im Social-Media-Bereich. Stellenausschreibungen werden automatisch in allen für das Unternehmen wichtigen digitalen Recruiting-Kanälen publiziert sowie in die Google-Suche integriert. Recruitee.com ermöglicht Firmen, ein Talentnetzwerk aufzubauen, das sie für ihre Mitarbeitergewinnung nutzen können. Für ihre Personalplanung und das Management von Bewerbungsprozessen stehen Unternehmen auf der Plattform diverse Tools und Kollaborationsfunktionen zur Verfügung.


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