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Unternehmenskonzept – der Leitfaden für Gründer und Unternehmer in der Übersicht

Aktualisiert am 23. Juli 2019
Das Wichtigste in Kürze


● Das Unternehmenskonzept ist die Basis jeder erfolgreichen unternehmerischen Tätigkeit
● Es dient dazu das unternehmerische Vorhaben zu konkretisieren und konzipieren
● Jedes Unternehmenskonzept enthält Elemente, die immer enthalten sein sollten

Die nächsten Schritte


Wer ein Unternehmenskonzept erstellen möchte, muss zunächst die Frage klären, ob er sein Unternehmen alleine gründen oder Gründer mit ins Boot holen möchte. Mit diesen gemeinsam sollte er das Unternehmenskonzept planen und umsetzen. Für die Erstellung sind rund um professionell formulierter Unternehmenskonzepte zunächst wichtig:
● Die Klärung der Frage, ob die Gründerperson ein Einzelunternehmer sein soll oder weitere Gründer das Unternehmen aufbauen
● Die Beratung mit dem eventuellen Gründerteam
● Die Festlegung der Geschäftsidee als Grundlage für das anzufertigende Unternehmenskonzept

Mit dem Unternehmenskonzept das Gründungsvorhaben konkretisieren

Die Unternehmenskonzeption ist für jedes Unternehmen relevant und betrifft sowohl Unternehmer, die ihr bestehendes Geschäftskonzept überdenken und umgestalten möchten als auch Existenzgründer.

Um dieses Konzept zu erstellen, gibt es Kernelemente, die bei der Individualität eines jeden Unternehmens immer enthalten sein sollten. Dazu gehören:

  • Die Geschäftsidee und Geschäftskonzeption als Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit – Zusammenfassung
  • Gründer der Unternehmung
  • Die Wahl der Rechtsform und die damit verbundenen Formalitäten wie Gesellschaftsvertrag
  • Der Businessplan und seine individuellen Inhalte
  • Finanzierung und Finanzplan
  • Die Inanspruchnahme eventueller Fördermittel
  • Personalbedarf und Organisation
  • Marktbetrachtung und Konkurrenzanalyse
  • Marketing und Vertrieb
  • Kontrollmittel für den Wachstumsprozess

Der Kern aller Unternehmenskonzepte ist die Gründungsidee. Was genau soll das Kerngeschäft des Unternehmens ausmachen? Je konkreter ein Gründer die Unternehmensidee darstellt, umso zielführender kann er diese auch umsetzen. Das ist besonders wichtig, wenn weitere Personen ein unternehmerisches Vorhaben begleiten. Sie sollten sich einig sein, um Missverständnisse und potenziell daraus resultierende Meinungsverschiedenheiten im Vorfeld zu vermeiden. Die Geschäftsidee bezieht sich nicht nur auf die Produkte und Dienstleistungen, die ein Unternehmen anbietet. Sie beinhaltet auch, ob das Angebot selbst hergestellt oder gehandelt werden soll, welche Zielgruppen die Firma anvisiert und welche Services sie anbietet. Ferner umfasst sie, wie das Unternehmen Wert und Visionen gestalten und im Rahmen einer professionellen Außendarstellung kommunizieren möchte. Alle relevanten Punkte lassen sich in einer kurzen Zusammenfassung des Unternehmenskonzeptes darstellen. Diese liefert einen kompakten Überblick darüber, was mit der Existenzgründung wie umgesetzt werden soll und welche Alleinstellungsmerkmale eine Firma charakterisieren. Somit steht eine schnelle Information bereit, die das eigentliche Unternehmenskonzept bedarfsgerecht vertieft. Wichtig ist immer, dass Gründer eine Geschäftskonzeption individuell erstellen und dass das Konzept das unternehmerische Vorhaben in seiner Einzigartigkeit charakterisiert.

Marktbetrachtung und Konkurrenzanalyse

Um Unternehmenskonzepten eine solide Grundlage zu verleihen, sind Markbetrachtung und Konkurrenzanalyse essenzielle Elemente.

Am Markt ist die Kundennachfrage gezielt zu analysieren, um ein unternehmerisches Vorhaben als tragfähig und somit erfolgreich beurteilen zu können. Wie viele Kunden gibt es für die Produkte und Dienstleistungen, die das Start-up anbieten möchte? Welche Zielgruppe ist dafür relevant, und mit welchen Kommunikationskanälen wird diese am besten umworben? Wie ist der Bedarf der Zielgruppe, und wird er sich womöglich ändern? Handelt es sich um hochpreisige Artikel oder eher günstige Angebote, welche die Kunden wünschen? Sollen die Produkte besonders hochwertig sein?

Auch die Konkurrenzanalyse ist ein wichtiger Faktor für den unternehmerischen Erfolg und ist in eine Unternehmenskonzeption zu integrieren. Welche Konkurrenten gibt es, und wie hoch ist deren Marktanteil? Haben Existenzgründer es geschafft, in den Markt einzutreten, oder ist das Marktvolumen bereits aufgeteilt? Sind die Konkurrenten auf Preis oder Qualität fokussiert? Sind sie (bei regional vertriebenen Produkten) in der Nähe oder international aktiv? Vertreiben sie lokal oder online?

All diese Punkte sind wichtig, um Unternehmenskonzepte erfolgreich zu gestalten. Vor allem der Wiedererkennungswert ist im Fokus, da er ein Unternehmen für die Interessenten und somit die potenziellen Kunden unverwechselbar macht. Der USP – Unique Selling Point, dient dazu, die Alleinstellungsmerkmale zu bestimmen, die ein Unternehmensangebot besonders attraktiv darstellen.

Wichtige Rahmenbedingungen rund um die Existenzgründung

Ein gutes Unternehmenskonzept zeichnet sich dadurch aus, dass es alle Elemente umfasst, die rund um die Existenzgründung und die geplante Geschäftstätigkeit sowie für einen gesunden Wachstumsprozess wichtig sind. Zum Unternehmenskonzept gehört der Businessplan, der auch zur Vorlage bei Fördereinrichtungen und Banken dient.

Für die Unternehmenskonzeption sind drei Bereiche besonders wichtig:

  1. In Marketing und Vertrieb legen Unternehmer fest, wie sie die Zielgruppen umwerben und wie sie den Vertrieb aufstellen. Neben dem klassischen Marketing kommt dem Online Marketing immer gößere Bedeutung zu, da es erstklassige Reichweiten verspricht. Dieses Marketing sollten Gründer einer Person oder einer Agentur überlassen, die Erfahrung rund um Webdesign sowie SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Search Engine Advertsing = Suchmaschinenwerbung) mitbringt.
  2. In Personal und Organisation ist eine Mitarbeiterstruktur zu favorisieren, die sowohl fachlich als auch menschlich miteinander harmoniert. So empfiehlt es sich, Hierarchien im Vorfeld klar festzulegen und zu kommunizieren. Zudem ist es wichtig, Kontrollmittel und Kontrollinstanzen einzurichten, die den Wachstumsprozess des gegründeten Unternehmens lückenlos bewerten
  3. Finanzierung und Finanzplan sind in der Unternehmenskonzeption unverzichtbare Elemente. Die Finanzierung einer Firma kann entweder rein durch Eigenkapital oder durch die Aufnahme von Fremdkapital gesichert werden. Dies sollten Gründer im Unternehmenskonzept darstellen, ebenso wie Möglichkeiten der Fremdkapitalaufnahme, die sie eventuell erwägen. Der Finanzplan ist für ein Unternehmen essenziell. Er ist im Businessplan unverzichtbar und bei Förderungsanträgen Voraussetzung. Darüber hinaus ist eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau unbedingt zu integrieren.


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